7 Kommentare zu “Pseudonym: ja oder nein?

  1. Lustigerweise stellte ich mir vor etwa einem Monat genau die gleiche Frage.

    Zusätzlich erschreckte mich die Vorstellung in Zukunft von wildfremden Leuten auf der Straße erkannt zu werden. Daher habe ich mich für eine Zwischenlösung entschieden – echter Name, aber Pseudo-Fotos. Sollte ich jemals bekannt werden, kann ich mir so ein Stück Privatsphäre wahren und trotzdem unter meinem richtigen Namen schreiben. Denn das Gefühl, den eigenen Namen auf einem Buchcover zu sehen, ist einfach unbeschreiblich 🙂

    Für viele Verlage ist es gängige Praxis, ihren Autoren für jedes Genre ein eigenes Pseudonym zu verpassen. Als Indie-Autorin möchte ich aber die Freiheit haben, sowohl Gedichte, als auch Liebesromane und Thriller unter meinem eigenen Namen zu veröffentlichen. Schließlich lese ich persönlich ja auch nicht nur Lyrik, sondern ebenso gerne spannende Krimis und Chick-Lit.
    Vielleicht würde die Sache anders aussehen, wenn ich Eleonore Schmitz-Müller heißen würde. Aber mit einem Allerweltsnamen wie Lisa Fink kann ich immer behaupten „Nein, das bin ich leider nicht.“

    Im Endeffekt muss sich wohl jede Autorin und jeder Autor selbst entscheiden, ob ein Pseudonym oder lieber der eigene Name auf dem Buchcover stehen soll.

    • Über deine Alternative hab eich auch schon nachgedacht. Prinzipiell ist das eine sehr gute Lösung. Das Problem bei mir ist, dass – obwohl sowohl mein Vor- als auch mein Nachname recht selten sind – es bereits eine Autorin mit diesem Namen gibt! XD Es besteht also durchaus Verwechslungsgefahr, wenn ich keine oder nur Pseudo-Fotos verwende.

  2. Meine Lektorin empfahl ein Pseudonym mit amerikanischem Klang. Das würde mein Buch besser verkaufen. Ich werde mich jedoch dagegen entscheiden, weil auch die Bekanntheit hier im Ort und bei meinen Freunden wichtig ist.

    • Ich habe auch schon davon gehört, dass Bücher mit amerikanischen Autoren-Namen sich angeblich besser verkaufen sollen. Gibt es tatsächlich Leser, die sich das Buch nach dem Autorennamen aussuchen? Oder wirkt der Name eher unbewusst als Auswahlkriterium? 🙂

  3. Ich denke, ein Pseudonym ist vor allem dann angebracht, wenn man bereits erfolgreich in einem Genre schreibt und plötzlich in einem ganz anderen Genre tätig werden will. So wie Joanne K. Rowling, die ihren ersten Krimi unter Pseudonym veröffentlichte. Damit wollte sie erreichen, dass die Leser unbefangen und ohne Erwartungen an den Roman herantreten. Sonst hätten sie vielleicht einen Krimi mit magischen Elementen erwartet und wären am Ende enttäuscht gewesen. Nachdem das Buch gute Kritiken bekommen und den Zuspruch der Leserschaft gefunden hatte, hat Mrs. Rowling sich dann geoutet. So kann man ohne Risiko etwas ausprobieren ohne Angst haben zu müssen, seine Stammleserschaft zu vergraulen oder dem Ruf durch Verrisse Schaden zuzufügen.

    • Das ist ein guter Punkt. Wenn man in mehreren Genres schreibt, ist die Verwendung eines Pseudonyms wirklich angebracht, vor allem, wenn man sich in einem der Genres bereits einen Namen gemacht hat. Aber bis dahin muss man erst mal kommen 😉

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