3 Kommentare zu “Bestseller-Autor oder Geschichtenerzähler?

  1. Genau die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt. Bevor und nachdem ‚Kristalladern‘ als eBook erschienen ist.

    Zuallererst geht es auch mir um die Geschichte als solche. Ich habe das Gefühl, dass ich sie erzählen m u s s. Als wäre ich es den Protagonisten schuldig. Außerdem möchte ich selbst wissen, wie es weitergeht – und wie es endet. Denn auch wenn der Rahmen steht, befindet sich die Handlung im Fluss und verändert sich ständig.

    Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob ich die Kraft hätte durchzuhalten, wenn sich niemand für den Roman interessieren würde. Letztlich ist es, wie Du sagst: der Prozess des Schreibens ist erst mit dem Lesen wirklich vollendet. Jede Geschichte braucht jemanden, der sie wahrnimmt, sonst ist es keine Geschichte – und selbst der einzige Rezipient zu sein, ist wohl für jeden Autor ziemlich frustrierend.

    Dabei geht es bei der Veröffentlichung um Anerkennung, aber auch um das Gefühl, etwas zu sagen zu haben, selbst wenn ‚Inagi‘ ein Unterhaltungsroman ist. Im Übrigen ist auch das ein Anspruch: ich möchte meine Leser unterhalten. Ich freue mich darüber, wenn sie an der Lektüre Spaß haben, wenn dadurch ihre Fantasie angeregt wird und die Emotionen hochschießen. Jede positive Rückmeldung ist Lohn für meine Arbeit. Geld spielt eher eine untergeordnete Rolle.

    Ein willkommener Nebeneffekt steigender Bekanntheit ist es außerdem, neue Bekanntschaften zu schließen. 🙂

    • Da stimme ich zu. Dass man den Leser gut unterhalten will, hat sicher etwas damit zu tun, dass man seine eigene Geschichte und seine eigenen Figuren einfach mag und diese Zuneigung auch bei anderen wecken möchte. Daher ist jedes positive Feedback die Mühe wert. 🙂
      Und auch als Leser merkt man sehr deutlich, wenn der Autor Herzblut in seine Geschichte/Figuren steckt. Bei „Inagi“ spürt man das z.B. sehr 😉 Irgendwie macht das Lesen dann einfach mehr Spaß 🙂

      • Schön, wenn es mir gelungen ist, die Liebe zu meinen Figuren zu vermitteln. Immerhin sind sie es ja, die die Geschichte tragen. Entsprechend tue ich mich beim Lesen mit Büchern schwer, in denen ich keine Figur finde, mit der ich mich identifizieren kann oder will.

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